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Ausstellung » Moritz Götze
Neues Schland Der Alltag birgt zahllose Möglichkeiten, aber wie oft ergreifen wir sie? Moritz Götze (*1964 in Halle) hält die Türen zum Wunderbaren weit geöffnet. Er machte Punkmusik, betrieb eine Grafikwerkstatt, wurde als Gastprofessor an die Ecole des Beaux-Arts Paris berufen, revitalisierte ein desolates Viertel seiner Heimatstadt, verlegt, publiziert, kuratiert... und ist ein außerordentlich erfolgreicher Künstler. Götzes legendäre Grafikserien der achtziger und neunziger Jahre führten in das alte Ägypten, zu Tristan und Isolde, James Bond und Shirley Bassey, sie trugen Titel wie "Maschinen" oder "Tod". Ab 1995 adaptierte der Künstler Emailmalerei als Medium für großformatige Kompositionen mit hunderten Einzelteilen. 2002 reklamierte Moritz Götze für sein Schaffen den Begriff "Deutscher Pop" und brachte damit auf den Punkt, was auch Sigmar Polke beschäftigte - die Versöhnung der programmatischen Leichtigkeit der Siegerkunst Pop Art mit der grüblerischen Tiefe deutscher Malerei von Dürer bis C.D.Friedrich. Es geht um nichts weniger als ein neues Selbstverständnis deutscher Kunst und deutscher Geschichte. Götzes Bildsprache, hemmungslos naiv und zugleich mit allen Wassern der Kunstgeschichte gewaschen, ist dafür das perfekte Trägermedium. Ausstellung » Annette Schröter
Lied der Zeit - Papierschnitte Scherenschnitte dienten einst der Herstellung von Porträts auf Jahrmärkten, und bis zum Ende des Biedermeier blieben sie eine beliebte bürgerliche Freizeitbeschäftigung. Oft den Frauen vorbehalten, waren ihre Motive zierlich, trivial und romantisch. Nach Erfindung der Fotografie pflegten nur noch detailversessene Laien und Kindergärten diese Technik. Annette Schröter (*1956 in Meißen), wichtige Vertreterin der Leipziger Schule und Professorin für Malerei und Grafik an der HGB, erkannte das Potential des antiquierten Mediums und entwickelte es virtuos weiter. Sie arbeitet mit Mustern und Konturen, Räumen, Texturen und Unschärfen - und sprengt das althergebrachte Maß. Ihre Papierschnitte sind Großformate mit der Tendenz zur Rauminstallation. Auch die Inhalte verändert Annette Schröter radikal. Ihre ‘Heimatbilder’ setzen sich aus den Labels multinationaler Konzerne zusammen, ihre postmodernen Veduten zeigen Graffiti, verfallende Industriearchitektur, verrottende Arbeiterdenkmäler oder pflanzenberankte Maschendrahtzäune. "Etwas aufzunehmen, was sonst als trivial, kitschig, subkulturell oder altmodisch gilt, bietet die Chance, es im Rahmen der Hochkunst neu zu sehen und diese damit zugleich zu bereichern.” schrieb der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich über Arbeiten Annette Schröters. Galerie Rothamel Erfurt 16. Oktober bis 27. November 2010 Zur Eröffnung am Samstag, 16. Oktober 2010 um 21 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Die Künstlerin wird anwesend sein. Ausstellung » Eckart Hahn
Malerei Eckart Hahn setzt sich mit dem Gebundensein auseinander, den Zwängen zivilisatorischen Lebens, mit Religion, Familie, sozialen Strukturen und deren Auflösungserscheinungen. Seine Malerei bewegt sich im Spannungsfeld fotografischer, narrativer und objekthafter Aspekte. |
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