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weiter in "Goslar"
Museumsdarstellung

Mönchehaus Museum für Moderne Kunst Goslar


Verein zur Förderung Moderner Kunst e.V. Goslar
Rosentorstrasse 27 (befristetes Ersatz-Quartier)
Mönchestr. 1 (Postanschrift gilt weiterhin)
38640 Goslar - Altstadt
Tel:05321-29570

Öffnungszeiten
Di-So 10.00-17.00 Uhr, Mo geschlossen
Februar 2012 (wegen Sanierungsmaßnahmen) geschlossen
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Kurzbeschreibung
weitere Informationen
Ausstellungen und Termine
   

Ausstellung » on-light: Adolf Luther und sein Umkreis

Ausstellungsdauer:noch bis 30.6.2013
Ausstellung über den Krefelder Künstler Adolf Luther (1912-1990)
 
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Werk von Adolf Luther (1912-1990), dessen hundertster Geburtstag in das letzte Jahr fiel. Die aktuelle Ausstellung im Mönchehaus Museum steht bewusst in zeitlicher Nachbarschaft zum diesjährigen Kaiserringträger Olafur Eliasson. Denn wie Luther arbeitet auch Eliasson in seinem Werk an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Eines der zentralen Themen im Werk beider Künstler ist die Frage nach der Natur des Lichts.
 
Die Goslarer Ausstellung zeigt bis auf das malerische Frühwerk Adolf Luthers über 40 Arbeiten aus allen Werkphasen, einschließlich zweier Erlebnisräume: dem "Focussierenden Raum von 1968 und dem "Laserraum von 1970. Alle Luther-Werke gehören zum Bestand der eigenen Sammlung oder befinden sich als Dauerleihgaben der Stiftung Niedersachen in der Museums-sammlung. Adolf Luther wurde mit seinen Werken zu einem der Pioniere der Lichtkunst im zwanzigsten Jahrhundert. Zur Kunst kam er als Autodidakt. Bevor er sich 1957 entschloss, ausschließlich als Künstler zu leben, arbeitete der studierte und promovierte Jurist als Richter. Seine künstlerischen Anfänge liegen in der Malerei. Dabei fiel ihm, an einer Blume malend, die Abhängigkeit der Farbe vom Licht auf. In der Folge stellte er die Malerei immer stärker in Frage und versuchte, Licht als autonomes Medium sichtbar zu machen. Da Licht erst in der Berüh-rung mit Materie in Erscheinung tritt, experimentierte Luther zunächst mit unterschiedlichen Materialien, bevor er sich in seinem Hauptwerk auf Glas und Spiegel fokussierte. Ende der fünfziger Jahre thematisiert er den Lichtanteil am Bild in pastosen Werken, die allein aus schwarzer, mit dem Spachtel aufgetragener Farbmasse entstehen. Sie bilden aufgewor-fene, glänzende Reflektionsflächen, auf denen sich das Licht in unterschiedlicher Weise bricht. Danach versucht Luther, in seinen Arbeiten die Materie durch verschiedene Formen der Zerstörung wie Verbrennung und Zerschneidung zu reduzieren, um den Lichtanteil am Bild noch stärker hervortreten zu lassen. 
Diese "Entmaterialisierungen - so ihr Titel - transformieren zwar die Bilder und Bildträger, machen aber das Licht als Licht nicht wirklich sichtbar. Das erreicht Adolf Luther erst, als er die Idee hat, mit einem Stoff zu arbeiten, der ähnlich immateriell ist wie das Licht: dem Glas. In einer spektakulären Aktion zerschlägt er 1961 hunderte von leeren Glasflachen. An ihren frischen Bruchstellen leuchtet für einen flüchtigen Moment in zauberhafter Weise das Licht auf. In seinen "Lichtschleusen installiert er solche Scherben zwischen zwei Glasscheiben.  
Der Materialisierung des Lichtes dienen auch die von ihm entwickelten Werke mit Hohlspiegeln -- gleichgültig, ob sie als Objekte für sich stehen oder im Zusammenhang mit Architekturen eingesetzt werden. Wenn sie das Licht in ihren Brennpunkten bündeln, erscheint die Wirklichkeit in unzähligen, sich überlagernden Bildern, je nach Betrachterstandpunkt stark vergrößert oder gar auf den Kopf gestellt. In der Folge nutzt Luther immer neue Instrumente, um das Licht sichtbar zu machen. Darunter gestaffelte Glasscheiben und Raumblenden, Linsenobjekte und quadratische Prismen. Oder die von ihm so genannten "Optogone, Brillenglasobjekte, die das Licht zerteilen und zerstrahlen. Sie alle lassen erkennen, dass Licht seinem Wesen nach fließend und energetisch ist und keine spezifische Gestaltform hat. In eindringlicher Weise wird das in Luthers fokussierenden Räumen sichtbar, oder wenn er mit Laserstrahlen arbeitet. In dem "Focussierenden Raum (1968) werden auf dem Boden liegende Hohlspiegel durch Deckenscheinwerfer angestrahlt. Bläst man Rauch in den Raum, sieht man über ihren Brennpunkten immaterielle Lichtkegel. Im "Laser-Raum (1970) wird ein Laserstrahl auf eine sich langsam drehende, mit einem Flachspiegel verbundene Plexiglasscheibe gerichtet. Während der Laser sich in linienförmige, rubinrote Strahlen auflöst, tritt der abgedunkelte Raum plastisch hervor. Wie immer macht Luthers Installation nicht nur das Licht sichtbar, sondern er ästhetisiert es auch in seiner Kunst. Dass die Natur des Lichts in der Moderne ein großes künstlerisches Thema ist, machen neben Adolf Luther die Protagonisten der Gruppe ZERO deutlich sowie François Morellet, Christian Megert und andere. Ein Raum in der Goslarer Ausstellung widmet sich den Künstlern, die im Umkreis von Adolf Luther an der ebenso schönen wie ephemeren Materialisierung des Lichts gearbeitet haben.
 
Michael Stoeber 

Ausstellung » Ernst Wilhelm Nay. Das Polyphone Bild. Gouachen, Aquarelle und Zeichnungen

Ausstellungsdauer:ab 13.7. bis Ende September 2013
Ernst Wilhelm Nay. Das Polyphone Bild. Gouachen, Aquarelle, Zeichnungen
 
Die Farbe ist das Thema der Kunst von Ernst Wilhelm Nay (1902-1968). Sie war das Mittel und das Ziel, mit dem er die bewegte Gestalt des Bildes verwirklichte, nicht nur in seinen Gemälden, sondern auch in den Gouachen, Aquarellen und Zeichnungen. Sie spiegeln die gesamte Entwicklung des Künstlers. In den Arbeiten auf Papier klärte Nay die rhythmischen und konstruktiven Aspekte des Bildes, wobei auch hier der Farbe eine zentrale Rolle zukommt.
 
(Ausstellung in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn und dem Museum Liner, Appenzell)

Ausstellung » Kaiserringstipendium für junge Kunst 2013

Ausstellungsdauer:ab Ende September 2013 bis Januar 2014
Der diesjährige Goslarer Kaiserringstipendiat für junge Kunst wird im  
Sommer namentlich bekannt gegeben
 
Die Unterstützung junger Künstler ist ein besonderes Anliegen des Vereins zur Förderung moderner Kunst. 1984 hat der Vorstand daher die jährliche Vergabe des Kaiserringstipendiums ins Leben gerufen. Es beinhaltet eine Einzelausstellung im Mönchehaus Museum mit Katalog sowie eine Ankaufsgarantie. Nicht selten ist die Goslarer Ausstellung die erste museale Einzelpräsentation für die Stipendiaten. Die Jury setzt sich aus den Vorstandsmitgliedern, der Direktion des Mönchehaus Museums und externen Fachjuroren zusammen.
 

Sonderveranstaltung » Kaiserringverleihung an Olafur Eliasson in der Goslarer Kaiserpfalz, Laudatio; im Anschluß Ausstellungseröffnung im Mönchehaus Museum Goslar

Termin:Mitte Oktober 2013
Ort:Kaiserpfalz Goslar, Kaiserbleek, 38640 Goslar
Verleihung des Kaiserrings 2013 an den dänischen Künstler Olafur Eliasson in der Kaiserpfalz und Ausstellungseröffnung "Olafur Eliasson"
 
Der dänische Künstler Olafur Eliasson, einer der einflussreichsten Vertreter der Gegenwartskunst, wird am 12. Oktober 2013 den Kaiserring der Stadt Goslar 2013 erhalten. Er lebt und arbeitet in Berlin und Kopenhagen. Die Jury würdigt mit der Auszeichnung Eliassons einen Künstler, der den Typus des Forscher-Künstlers verkörpert, der seit Leonardo da Vinci einflussreich ist: Grundlage seiner Kunstprojekte sind Untersuchungen über physikalische Phänomene in der Natur wie Licht und Wasser, Bewegung und Reflexion. Eliasson macht Naturphänomene unmittelbar und ästhetisch erlebbar.
 
Der 45jährigen Installations- und Medienkünstler realisiert seine komplexen Entwürfe mit Hilfe von Technikern, Kunsthistorikern und Architekten. Das Spektrum seiner Arbeiten - von ihm selbst als "Versuchsanordnungen beschrieben - umfasst Fotografie, Film, Installation, Skulptur und auch bauliche Projekte. Eliasson arbeitet mit Licht, Farbe und natürlichen Phänomenen wie Nebel oder Wellen, um auszuloten, wie physische Bewegung, sinnliche Erfahrung und das Zusammenspiel von Sinneseindrücken die Wahrnehmung unserer Umwelt beeinflussen. Die innovative zeitgenössische Umsetzung einer der ältesten Fragen der Kunst, dem Verhältnis von Natur und Kunst, hat die Jury überzeugt, Eliasson den Kaiserring zu verleihen. 

Ausstellung » Olafur Eliasson - Kaiserringträger der Stadt Goslar 2013

Ausstellungsdauer:ab Mitte Oktober 2013 bis Januar 2014
Olafur Eliasson - Kaiserringträger der Stadt Goslar 2013
 
Olafur Eliasson verkörpert den Typus des Forscher-Künstlers, der seit Leonardo da Vinci einflussreich ist und bewundert wird: Grundlage seiner Kunstprojekte sind Untersuchungen über physikalische Phänomene in der Natur - Licht und Wasser, Bewegung und Reflexion. Mit Hilfe von Technikern, Historikern, Architekten, Naturwissenschaftlern, Archivaren und Medienspezialisten realisiert er seine komplexen Entwürfe. Die Wiederbelebung der alten Renaissance-Tradition mit neuen Formen und Inhalten begründet seinen großen internationalen Erfolg.
 


 
 
weitere Veranstaltungen in: Altenau - Langelsheim - Clausthal-Zellerfeld - Clausthal - Bad Harzburg - Schladen - Langelsheim-Lautenthal - Wildemann - Lutter am Barenberge - Salzgitter-Salder - Bad Lauterberg - Hornburg - Herzberg - Wolfenbüttel - Salzgitter
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