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GRASSI Museum für Angewandte Kunst LeipzigMuseen im GRASSI Johannisplatz 5-11 04103 Leipzig Tel:0341-2229-100 Öffnungszeiten Di–So und Feiertage jeweils 10.00-18.00 Uhr montags und am 24.12. und 31.12. geschlossen Bibliothek: Mi + Do 10.00–20.00 Uhr
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Ausstellung » ANTIKE BIS HISTORISMUS (Ständige Ausstellung Teil I)
Der erste den älteren Sammlungsteilen gewidmete Rundgang ist als gattungsübergreifende, kunst- und kulturhistorisch orientierte Inszenierung angelegt, die in ihrer Grundstruktur längere Zeit Bestand haben soll. Er umfasst die Zeitspanne zwischen Antike und Historismus und führt durch 30 Säle und kleinere Kabinette. Zu den Höhepunkten des rund 2000 qm umfassenden Ausstellungsrundgangs zählen neben einer begehbaren Vitrine mit italienischen Majoliken der Renaissance drei historische Raumausstattungen. Einmalig im musealen Kontext - die Refektoriumsvertäfelung aus dem Kloster Cori nahe Rom. Von exotischer Schönheit - die erstmals öffentlich präsentierte Wandbespannung mit Chinesendarstellungen aus dem Rittergut Zehmen bei Leipzig und schließlich ebenfalls durch langjährige Restaurierung wiedererstanden - der Römische Saal aus dem Herrenhaus von Eythra, einem der Orte, die dem Braunkohlenabbau rund um Leipzig zum Opfer fielen. Beziehungen zur sächsischen und zur Leipziger Geschichte spielen eine besondere Rolle. So sind unter vielen anderem Kunstwerke aus dem Leipziger Ratsschatz und aus dem der alten Ratsbibliothek angeschlossenen Kunst- und Raritätenkabinett zu sehen. Möbel aus führenden Leipziger Werkstätten, Keramiken, Porzellane, Gläser, Gold- und Silberschmiedearbeiten zeugen von der Meisterschaft sächsischer Künstler und Handwerker. Ausstellung » ASIATISCHE KUNST. Impulse für Europa (Ständige Ausstellung Teil II)
Am 31. Januar 2010 eröffnet das GRASSI Museum für Angewandte Kunst den zweiten Teil seiner ständigen Ausstellung "ASIATISCHE KUNST. IMPULSE FÜR EUROPA". Die präsentierten Objekte stammen einerseits aus Ostasien (China/Japan), andererseits aus primär islamisch geprägten Gebieten, die von Ägypten über Westasien (mit dem Schwerpunkt Iran) bis nach Indien reichen. Die Grundfläche des neuen ständigen Ausstellungsbereiches zur asiatischen Kunst umfasst rund 300 Quadratmeter und gliedert sich in drei Raumabschnitte mit 40 thematischen Objektgruppen. Im Zentrum stehen die Vitrinen auf der Empore der Pfeilerhalle, die nun - nach ergänzender Rekonstruktion aller historischen Komponenten - als innenarchitektonisches Juwel des Art déco zusammen mit der neuen Asien-Ausstellung wieder zugänglich ist. Von ihr zweigen zwei Kunstlichträume ab, die auch konservatorischen Anforderungen an die Objekte Rechnung tragen. Ausgestellt werden reichlich 400 Exponate. Darunter Kostbarkeiten ersten Ranges wie der berühmte zwölfteilige Leipziger Schnitzlack-Stellschirm aus der chinesischen Qing-Dynastie, eine Serie von acht hervorragenden japanischen Nô-Masken, exemplarische japanische Lack-Leder- und Elfenbeinkunst - darunter ein Lackmalerei-Teller, dessen Provenienz (wie auch die einiger ausgestellter Porzellane) sich bis in die Dresdner Sammlung von Kurfürst Friedrich August I. zurückverfolgen lässt. Das chinesische Porzellan unterschiedlicher Ausprägung wird mit Spitzenstücken belegt, die religiöse Kunst Ost- und Zentralasiens manifestiert sich in wertvollen figürlichen Bronzen, feinste japanische Porzellane leiten über zum dort gepflegten Bronzeguss, eine faszinierende Konstellation von Schwertzierraten vermittelt Eindrücke von den künstlerischen Statussymbolen der Samurai. Die frühesten ausgestellten Zeugnisse westasiatischer Kunst reichen bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück, herausragend sind in diesem Sektor die feinen Metalltauschierungen, die Lüsterdekore der mittelalterlichen Fliesen und Gefäße oder die Farbpracht der osmanischen Keramik. Äußerst kostbare Akzente setzen Beispiele der islamischen Textilkunst, der feinteiligen Lackmalerei und der Miniaturmalerei. In dieser Konzentration vermittelt die Schau wesentliche Entwicklungen der asiatischen Kunst, mit dem Schwergewicht von auf in Europa besonders geschätzten Objekten, Materialien und Sujets, und stellt das Bindeglied zum dritten Rundgang der Ständigen Ausstellung "Jugendstil bis Gegenwart" (Eröffnung für 2011 geplant) dar. Ausstellung » GEFANGENES LICHT. Deutsche und internationale Glaskunst seit 1960
In den 36 Vitrinen der rekonstruierten Pfeilerhalle präsentiert das Museum die umfangreiche Glasschenkung des Sammlers Josef Boeven und weitere Stücke aus eigenem Bestand. Weiche und kantige Flakons und Vasen, fragile Gläser, scheinbar schmelzende Skulpturen, sich spiegelndes, optisches Glas, abstrakte Dekors, Landschaften, ineinanderfließende Farben und Formen. Über 200 Arbeiten verdeutlichen die faszinierende Fülle an künstlerischen und technischen Ausdrucksmöglichkeiten herausragender Glaskünstler wie Volkhard Precht, Ulrike und Thomas Oelzner, Jörg Zimmermann, Pavel Molnar, Javier Gómez, des Studio Åhus aus Schweden und vielen mehr. Phantastische Formen, kraftvolle Farben, außergewöhnliche Techniken und künstlerische Freiheit - all das steht für moderne Glaskunst. Durch Brennöfen in eigenen Studios und durch einen internationalen Austausch der Künstler avancierte Glas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vom bloßen Gebrauchsgegenstand zum ausdrucksstarken Kunstwerk. Ausstellung » TEA & COFFEE, PIAZZA & TOWER. ALESSI: Architektur für den Tisch
31 Tee- und Kaffeesets für Alessi Kooperation mit dem Museo Alessi, Crusinallo 1983 entwickelte der Designer Alessandro Mendini für die Firma Alessi das Projekt Tea & Coffee Piazza und gab damit den bahnbrechenden Anstoß für eine neue radikale Auseinandersetzung mit dem Universum des Gestaltens. Mendini begeisterte elf der wichtigsten jungen, internationalen Architekten dafür, Tee- und Kaffee-Geschirr zu entwerfen, das viel mehr war als schicker Hausrat: Es war ein neuer Weg des analytisch, philosophischen Gestaltens in Form eines architektonischen Manifestes. Alle Entwürfe schärften die Sinne für Konstruktion und Komposition, für Symbolik und Ritus und waren darüber hinaus Material gewordene Ironie. 2003 griffen Alberto Alessi und Mendini mit den Alessi Tea & Coffee Towers, die Idee des Zusammenwirkens der Disziplinen Architektur im Großen und Design im Kleinen ein weiteres Mal auf, um das Paradoxon von Dimensionen, der Anpassung des Maßstabs und der Vereinigung unterschiedlicher Funktionen zu erarbeiten. Die 31 Tee- und Kaffeesets spielen mit unterschiedlichen Maßstäben architektonischen Gestaltens und schaffen eine Bühne für architektonische Experimente mit einem häuslichen Objekt. Design und Architektur bilden aus mikroarchitektonischen Solitären eine urbane Landschaft, in der Körper und Raum von der Postmoderne bis in die Gegenwart eine zentrale Rolle spielen. Beteiligte Architekten Michael Graves, Oscar Tusquets, Hans Hollein, Charles Jenks, Richard Meier, Alessandro Mendini, Paolo Portoghesi, Aldo Rossi, Stanley Tigerman, Robert Venturi, Kazumasa Yamashita Will Alsop, Weil Arets, Gary Chang, David Chipperfield, Denton-Corker-Marshall, Dezsö Ekler, Doriana & Massimiliano Fuksas, Future Systems, Zaha Hadid, Toyi Ito, Tom Kovac, Greg Lynn, Morphosis, MVRDV, Juan Navarro Baldeweg, Jean Nouvel, Dominique Perrault, SANAA, UN Studio Museen und Sehenswürdigkeiten in der NäheGRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Staatliche Ethnographische Sammlungen SachsenMuseen im GRASSI - Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig, Museum für Musikinstrumente der Universität LeipzigMuseum im Mendelssohn-HausÄgyptisches Museum der Universität Leipzig |
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